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Nachlass Fritz Ferchl: Fayence, Archivalien und Habilitationsurkunde

Aus der Familie des ersten Museumskurators Dr. Fritz Ferchl (1892–1953) übergab seine Enkelin Margarete Fleckenstein, München, kürzlich ein Objekt aus seiner privaten pharmaziehistorischen Sammlung sowie Unterlagen aus seinem persönlichen Nachlass an das Museum.

Der Fayence-Albarello des späten 17. Jahrhunderts zeigt als Motiv einen behelmten Kriegerkopf. Der Dekor ist von einer größeren Anzahl gleichartiger Fayencen im Bestand anderer Museen wohl bekannt, die ursprünglich aus der Stern-Apotheke Nürnberg stammen. Reizvoll ist die Tatsache, dass ein Kupferstich, der wohl 1710 entstand, die Offizin-Einrichtung der Stern-Apotheke in dieser Zeit detailgetreu wiedergibt, wobei die Albarelli deutlich erkennbar sind. Zur Provenienz der Manufaktur, die diese sehr qualitätvollen Erzeugnisse herstellte, muss bemerkt werden, dass der früher häufig genannte Manufakturort Nürnberg jüngst mit guten Argumenten in Zweifel gezogen wird.

Aus dem persönlichen Nachlass Ferchls stammt ein Konvolut von Unterlagen aus der Zeit von ca. 1920 bis in die 1950er Jahre. Darunter ist auch die Habilitationsurkunde Fritz Ferchls, ausgestellt am 15. Juli 1939 (Inv.-Nr. VII A 1921a). Die Archivalien ergänzen die Materialbasis der laufenden Forschungsarbeit der Museumdirektorin zum ersten Kurator des Deutschen Apotheken-Museums um zahlreiche wichtige Aspekte.

Text: Elisabeth Huwer

Literatur: Silvia Glaser, Nürnberger Fayencen (Nürnberg 2017) S. 494 f.