Apothekerkalender

Für das Jahr 1925 erschien erstmals der " Illustrierte Apothekerkalender", herausgegeben von Fritz Ferchl, der nur ein Jahr später eines von fünf Gründungsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Pharmazie und einige Jahre danach der erste Kurator des Deutschen Apotheken-Museums wurde. Der Kalender folgt damals wie heute zwei Hauptzielen: ansprechende Kalenderblätter, auf denen der Blick lange und immer wieder gerne ruht, anzubieten, aber auch immer wieder Neues aus der vielfältigen historischen Sachkultur der Pharmazie vorzustellen. Fritz Ferchl gab das Werk bis 1953 heraus, ihm folgte Wolfgang Hagen Hein, der seitdem den "Apothekerkalender" herausgab, und ab 1985 Werner Dressendörfer, beide Pharmaziehistoriker und profunde Kenner der Apothekensachkultur. Seit 2014 liegt die Herausgeberschaft bei der Direktorin des Deutschen Apotheken-Museums Elisabeth Huwer.

Apothekerkalender 2020 - Von Preziosen, Notgeld & Zahnschnecken

Der Apothekerkalender für das Jahr 2020 bietet dem Betrachter 12 ansprechende Bildmotive mit spannenden Hintergrundinformationen, die übers Jahr hinweg abwechslungsreich von Monat zu Monat begleiten.

Bekannte Museen wie das Deutsche Apotheken-Museum in Heidelberg, das Kunstgewerbemuseum in Dresden und das Pharmaziemuseum in Brixen öffneten ihre Schausammlungen und Depots. So können auch in diesem Jahr wieder viele besondere Objekte präsentiert und manche davon sogar erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Jedes Monatsmotiv hat seinen ganz eigenen Reiz, seien es raffinierte Preziosen des Kunsthandwerks wie das um 1628 gefertigte Apothekenkästchen aus dem Tischkabinett der sächsischen Kurfürstin Magdalena Sybille oder Meisterstücke der technischen Optik wie das Große Gundlach-Mikroskop, mit dem ein schwäbischer Apotheker 1870 die Neuausstattung seiner Apotheke krönte. Eher wie moderne Kunstwerke muten die Großaufnahmen zierlicher Zeugnisse der Arzneikunst an, wie die einst zur Wundversorgung genutzten Meeresschnecken oder die vergoldeten und versilberten Pillen.

Der Betrachter wird zum Entdecken immer neuer Details eingeladen, die gleichzeitig die große Vielfalt der Apotheken- und Pharmaziegeschichte spiegeln. Es ist dabei ganz gleich, ob der Fokus der Aufnahmen auf das ganze Objekt oder auf ein kleines Detail gerichtet ist: immer sind damit interessante, vielfältige und teils verblüffende Geschichten verbunden.

Zum Apothekerkalender im Online-Shop des Deutschen Apothekerverlags geht es HIER