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Letzte Tagung: Güstrow und Schwaan, Mecklenburg-Vorpommern

26. bis 28. Oktober 2018

Das Treffen der Arbeitsgemeinschaft pharmaziehistorischer Museen fand 2018 ganz im Nordosten Deutschlands statt. Am romantischen Inselsee nahe der Stadt Güstrow trafen sich wie in jedem Jahr rund 50 Apotheker und Mitarbeiter pharmaziegeschichtlicher Sammlungen aus ganz Deutschland zur mittlerweile 17. Tagung der Gruppe vom 25.-27. Obktober. Gastgeber waren diesmal Monika und Achim Borchwardt, die in „De olle Apteik“ in Schwaan nahe Güstrow einluden.

Für die meisten Gäste wurde am Freitag nach der Anreise mit einer Besichtigung der Stadt Güstrow und „De olle Apteik“ ein erholsames Programm geboten. Am Samstag konnten sich die Teilnehmer im Vortragssaal mit Blick auf den schönen Inselsee auf ein vielfältiges Vortragsangebot freuen.

Wolfgang Link, Besitzer der ältesten Apotheke in Güstrow, berichtete nicht nur über seine Ratsapotheke, die 2014 bereits auf 430 Jahre zurückblicken konnte, sondern auch über die anderen historischen Apotheken der Stadt. Sabine Tominski präsentierte das 2014 neu eröffnete Thüringer Apothekenmuseum im historischen Fachwerkhaus „Rosenthal“ in Bad Langensalza. Das Museumsteam des Apothekenmuseums Hofgeismar berichtete über seine Tätigkeit beim Wiederaufbau des Museums, dessen verstorbener Gründer Harald-Friedrich Sander zu den ersten Mitgliedern der pharmaziehistorischen Arbeitsgemeinschaft gehörte. Karl Enk aus Miltenberg stellte in einem „Werkstattbericht“ sein geplantes Museum in der Alten Stadtapotheke vor. Es folgte der Vortrag von Volker Babucke aus Dresden über Schlafmittelrezepturen – ein gar nicht zum Einschlafen geeignetes Thema.

Nach der Mittagspause stand ein Besuch des Barlachmuseums im Atelierhaus des Künstlers, nur wenige Gehminuten vom Tagungsort entfernt am Inselsee gelegen, auf dem Programm. Eine Führung würdigte Leben und Werk des Künstlers, dessen Figur „Der Schwebende“ bereits am Vortag im Dom von Güstrow besichtigt werden konnte.

Danach stellte Marion Heidenreich aus Münchenbernsdorf ihre kleine pharmaziehistorische Sammlung und den Apothekergarten im Ort Lederhose vor, einem vor allem durch Staumeldungen wohlbekannten Städtchen, und schilderte humorvoll vor allem ihre museumspädagogische Arbeit mit Kindern. Im Anschluss berichtete Ursula Barthlen aus Dussingen berichtete über die alljährlichen Kurse, in denen seit dem Jahr Jahr 2000 alte Arzneiformen wie Morsellen und Trochisci mit historischen Arbeitsgeräten hergestellt wurden.
Zum Abschluss referierte Jens Münch, Magdeburg, kurzweilig über die Darstellung des Apothekers im Film. Die Teilnehmer wurden rasant durch einen bunten Reigen mit Ausschnitten internationaler Kino - und Fernsehfilme geführt, aber auch durch Vorabendkrimis oder -serien wie den Landarzt, in denen die Figur des Apothekers auftaucht.

Am Sonntag ging die Tagung mit einer weiteren Möglichkeit zur Besichtigung von „De olle Apteik“, bei der die Gastgeber die Teilnehmer in historischem Kostüm empfingen, und einem Buffet im Restaurant „Speicher-Köck“ zu Ende. Das Fazit der Tagung: Die lange Anreise ins schöne Mecklenburg hat sich in jedem Fall gelohnt – Schwaan und seine vom Ehepaar Borchwardt vorbildlich präsentierte „Olle Apteik“ sind einen Besuch ohne Zweifel wert!

Text, Copyright: Barbara Simon

Hier geht es zur Website der Ollen Apteik